Adventskalender Türchen 16 – Hydraulischer Rettungssatz

Schere/Spreizer/Aggregat alles aus dem Hause Weber-Rescue.

Technische Daten Schere:

  • Typ RSX200-107 Plus
  • Öffnungsweite 200 mm
  • Maximale Schneidkraft 107 t = 1050 kN
  • Gewicht 19,9 kg

Technische Daten Spreizer:

  • Typ SP53 BS
  • Spreizkraft 53-421 kN
  • Spreizweg 800 mm
  • Schließkraft 100 kN
  • Gewicht 20,2 kg

Technische Daten Aggregat:

  • Typ E70W-SAH20
  • Nenndruck 630/700 bar
  • Ölvolumen 6,5 l
  • Gewicht 74,0 kg
  • Schlauch 2 x 20 m

Die hier aufgezählten Geräte dienen der Technischen Unfallhilfe z.B. bei Verkehrsunfällen zum Befreien der eingeklemmten Person. Mit der Schere können aber auch andere Metalle durchtrennt werden. Mit dem Spreizer können Gegenstände angehoben oder auseinander gedrückt werden, mit speziellen Aufsätzen können auch Ketten eingehängt werden, mit denen dann Gegenstände auch gezogen werden können.

Das Aggregat gibt den beiden die benötigte Leistung. Dafür ist es mit zwei Funktionen ausgestattet:

  1. Betrieb Schere/Spreizer gleichzeitig; dadurch aber langsame Bewegungen oder
  2. Betrieb von Schere oder Spreizer, dadurch schnellere Bewegungen

Text: Thomas Pfeifer

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Adventskalender Türchen 15 – Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ)

Was passiert eigentlich, nachdem die Kräfte alarmiert wurden?

Die integrierte Leitstelle in Montabaur löst, wenn ein Bürger in Not ist und Hilfe benötigt, einen Alarm aus. Das heißt, die Feuerwehrleute werden alarmiert. Diesen Alarm nennt man Erstalarm. Nach der Alarmierung übernimmt dann die Feuerwehreinsatzzentrale (kurz FEZ) den Einsatz und wird von extra dafür geschulten und ausgebildeten Feuerwehrleuten besetzt. Diese dokumentieren dann, wann welches Auto wo hin fährt und mit wie vielen aktiven Kameraden ein Feuerwehrauto zum Einsatz unterwegs ist. Zudem ist die FEZ für den Nachalarm weiterer Kräfte zuständig. Das heißt, benötigt der Einsatzleiter am Einsatzort noch mehr Feuerwehrkräfte oder Fahrzeuge, so lässt er nachalarmieren. Des Weiteren kümmert die FEZ sich um alles Organisatorische rund um den Einsatz. Zum Beispiel Informieren des Bürgermeisters, Verpflegung der Einsatzkräfte organisieren, Kräfte anfordern (Ordnungsamt, Wasserwerke, Energieversorger, Schornsteinfeger, Polizei, Rettungsdienst etc.)

Warum das Ganze?

Die Leitstelle in Montabaur ist für die Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Westerwald und Rhein-Lahn zuständig. Das heißt, wenn irgendjemand in diesen Kreisen die 112 wählt, kommt er bei der Leitstelle in Montabaur raus. Um die Leitstelle und die Disponenten zu entlasten, gibt es die Feuerwehreinsatzzentralen, die nach Erstalarmierung den Einsatz übernehmen.

Hat jede Feuerwehr eine FEZ?

Nein, nicht jede Feuerwehr hat eine. Jede Verbandsgemeindefeuerwehr besteht aus einzelnen Ortsfeuerwehren. In der Verbandsgemeinde Kirchen sind das zehn einzelne Löschzüge. Jede Verbandsgemeinde hat nur eine FEZ. Die für die Verbandsgemeinde Kirchen zuständige FEZ befindet sich im Feuerwehrgerätehaus in Kirchen.

Text: Lars Rassel

14.12.17 – F3 – gemeldeter Gebäudebrand m. Menschenrettung – Brachbach

Einsatz für die Löschzüge KirchenBrachbach, Mudersbach und Niederschelderhütte, die Führungsstaffel sowie die Feuerwehreinsatzzentrale. Der DRK Ortsverein Wehbach war ebenfalls mit alarmiert. Dieses große Aufgebot ist im Tagalarm bei einer solchen Meldung notwendig, da nur wenig Personal schnell greibar ist, weil viele Arbeitsstellen weiter weg sind.
Alarmiert war ein Gebäudebrand mit Menschenrettung. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich dies allerdings als falscher Alarm heraus, es handelte sich lediglich um einen stark qualmenden Schornstein. Der Einsatz konnte sofort abgebrochen werden.

Adventskalender Türchen 14 – Atemschutzgerät

Wenn ich zum Einsatz komme, liegt meist was Gefährliches in der Luft.

Ich bin der Begleiter jedes Feuerwehrmannes und jeder Feuerwehrfrau, wenn die Luft zu „dünn“ wird. Mein Aufgabengebiet ist es, frische Umgebungsluft in einem verrauchten Raum zu Verfügung zu stellen.

In meiner 300bar Atemluftflasche befinden sich 6 Liter Atemluft, die je nach körperlicher Arbeit meines Atemschutzgeräteträgers für ca. 20-45 Minuten Arbeitszeit ausreicht. Über einen Druckminderer wird der Druck auf 5 – 8 bar reduziert, damit der Träger einen tiefen angenehmen Atemzug nehmen kann.

Wirklich leicht bin ich nicht, ich bringe ca.16 Kilo auf die Waage, was die Arbeit meines Trägers nicht grade einfacher macht. Nach einem Einsatz, bzw. jedes halbe Jahr komme ich zu Überprüfung in die zentrale Atemschutzwerkstatt der Verbandsgemeinde Kirchen , die sich in Wehbach befindet. Dort werden meine Funktionen auf „Herz und Niere“ getestet. Ich würde sagen , ich bin eins der wichtigsten Geräte im Feuerwehralltag, da ich für die Gesundheit und Sicherheit eines jeden Feuerwehrangehörigen verantwortlich bin.

Mich findet man in 4-facher Ausführung auf dem HLF 20, in 4-facher Ausführung auf dem TLF 20/40 und zweimal auf der DLK 18/12.

Ich bin ganz froh , wenn ich nicht zum Einsatz komme, denn dann weiß ich dass nichts Gefährliches in der Luft liegt.

 

 

 

Adventskalender Türchen 13 – Schulungsraum

Tja- unser guter alter Schulungsraum. Einer der wichtigsten Orte bei uns im Feuerwehrhaus.
Hauptsächlich ist er der Ort, an dem unsere umfangreichen, interessanten und absolut notwendigen theoretischen Ausbildungen stattfinden. Diese finden immer in der Zeit von der Abschlussübung (Oktober) bis ins Frühjahr statt. Im Sommer findet man uns dann in der Praxis irgendwo draußen übend.
Auch unsere Jugendfeuerwehr nutzt den Schulungsraum in den Wintermonaten für ihre theoretische Ausbildung, alle zwei Jahre beim Berufsfeuerwehrtag wird er sogar zum Schlafquartier für eine Nacht.
Die Bambinis treffen sich genau so hier. Sie basteln, spielen und lernen hier.
Und um alle Altersgruppen vollständig zu haben, seien an dieser Stelle auch die Alterskameraden genannt. Sie treffen sich, gemeinsam mit ihren Frauen, einmal im Monat zum geselligen Beisammensein, essen gemeinsam zu Abend und tauschen sich in gemütlicher Runde aus.

Auch finden hier Jahreshauptversammlungen, z.B. vom Förderverein, statt. Für Sitzungen der VG-Feuerwehr, der Kreisjugendfeuerwehr oder sonstiger Art wird der Schulungsraum auch immer wieder gerne genutzt.
Nicht zu vergessen die Kreisausbildungslehrgänge: Immer wieder finden in Kirchen auch Truppmann- oder Truppführer-Lehrgänge statt. Zum theoretischen Teil treffen sich dann hier Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus dem ganzen Kreis zur Ausbildung.
Nicht zu unterschätzen sind auch Einsatznachbesprechungen. Bei manchen Einsätzen treffen sich die Einsatzkräfte hier, um über das Erlebte zu sprechen, das ist äußerst wichtig – für jeden Einzelnen von uns!

Der Schulungsraum hat eine umfangreiche Ausstattung, sodass er auch bei Großschadenslagen problemlos zum „Stabsraum“, aus dem die Einsatzstellen koordiniert werden, werden kann:

  • Laptop
  • Beamer
  • 5.1 Surround System
  • Netzwerkverbindung
  • Telefon
  • Präsentationswände
  • Flipchart
  • Whiteboard
  • Leinwand

Der Schulungsraum ist also ein echter Allrounder, den man nicht unterschätzen sollte.

Text: Stefan Utsch & Jana Baldus

Adventskalender Türchen 12 – Einsatzleitwagen (ELW)

Ein Einsatzleitwagen (kurz: ELW) ist in Deutschland ein Einsatzfahrzeug, das der Führung und Koordination von taktischen Einheiten der Feuerwehr […] dient. (Quelle: Wikipedia)

Aufgaben des Einsatzleitwagens:

  • Transport der Einsatzleitung und des Führungshilfspersonals
  • Transport von Aursrüstung und Geräten zur Erkundung und Führung
  • Abwicklung des Funkverkehrs an der Einsatzstelle und von der Einsatzstelle zu höheren Führungseinrichtungen
  • Dokumentation

Im Regelfall wird der ELW 1 mit einem sogenannten Führungstrupp besetzt. Dieser besteht aus einem Gruppenführer, einem Fahrer und einem Funker. Entwicklelt sich der Einsatz zu einem größeren, ist der Führungstrupp allein nicht mehr in der Lage, das Szenario abzuwickeln. Dann wird die Führungsstaffel der Verbandsgemeinde nach alarmiert.

Text: Jana Baldus

Adventskalender Türchen 11 – Atemschutzgerätewart

Hallo. wir sind die AGWs. Jetzt fragst Du dich als Nicht-Feuerwehrler bestimmt: AGwas? Naja, wir sind bei der Feuerwehr, und da wird bekanntlich viel mit Abkürzungen gearbeitet, nicht zuletzt um Zeit zu sparen, welche bei jedem Einsatz knapp ist. Ausgeschrieben bedeutet AGW einfach nur Atemschutzgerätewart, also Wart der Atemschutzgeräte.

Unsere Aufgaben bestehen darin, die einwandfreie Nutzung der Atemschutzgeräte und das mit dem Atemschutzeinsatz verbundene Zubehör durch Wartung, Reinigung und Pflege sicherzustellen. Denn ist man als Atemschutzgeräteträger einmal in einem Brandeinsatz gewesen, so ist sämtliches Material ziemlich stark durch Hitze und giftige Gase beansprucht worden. Das geht nicht selten spurlos an Atemschutzgerät, Maske oder Anbaugeräten vorüber. Und damit beim nächsten Einsatz nichts schief geht und keiner unserer Kameraden gefährdet wird, reinigen und prüfen wir die Gerätschaften. Sollte dann wirklich mal etwas beschädigt sein, so fällt dies bei der Prüfung auf, und wir kümmern uns um den Austausch des defekten Bauteils. Alles in allem ein sehr wichtiges Amt, da bei fast jedem Brandeinsatz die Atemschutzgeräteträger zum Einsatz kommen.

Ist das Feuer gelöscht und die Feuerwehr wieder im Gerätehaus eingerückt, so beginnt unsere Arbeit erst. Masken waschen und prüfen, Lungenautomaten tauschen, Pressluftflaschen wechseln und füllen, und im Anschluss daran alles dokumentieren. Vielleicht denkst Du ja das nächste Mal an uns, wenn du einen Feuerwehrmann aus einem brennenden Haus rauskommen siehst.

 

Text: Lukas Lenz