Adventskalender Türchen 24 – Förderverein

Zum Schluss haben wir noch einen ganz wichtigen Aspekt, den man in Zeiten knapper öffentlicher Kassen nicht außer Acht lassen darf. Der Träger der Feuerwehr, in unserem Fall die Verbandsgemeinde Kirchen, ist verpflichtet ihre Feuerwehren auszustatten. Das macht sie auch und in unserem Fall häufig auch sehr gut, aber wie überall gibt es auch hier fast immer Luft nach oben. Klar, solange der Stiefel für den Feuerwehrdienst zugelassen ist, reicht er auch aus. Er ist „ausreichend“. Aber wie ist es denn so mit einer vier? Man kommt zwar durch, aber jubilieren lässt es niemanden, es geht bequemer und auch sicherer. Und so ist es bei unserer Ausrüstung auch. Ein besserer Stiefel macht den Dienst einfach angenehmer. Oder ein besserer Handschuh lässt uns Strahlrohr oder Spreizer besser greifen.
Und hier kommt der Förderverein ins Spiel. Der hat sich nämlich als oberste Prämisse die Optimierung der persönlichen Schutzausrüstung zum Ziel gesetzt. Und das ist bei einem Preis von knapp 230 Euro für ein paar Feuerwehrstiefel, wie sie der Löschzug Kirchen trägt bei 37 Paar Füßen auch eine stattliche Aufgabe. 340 Euro für einen sichereren Helm mit zusätzlicher Ausstattung im Vergleich zum Standard sind auch kein Pappenstiel.
Ein Förderverein fördert auch die Kameradschaft. z.B. in Form von Zuschüssen zu Ausflügen oder Familientagen, bei denen man mal abseits von Übung und Einsatz ein paar Stunden mit seinen Kameraden verbringen kann.
Die Ausstattung des Schulungsraums mit Beamer, Laptop und Audiosystem hat ebenfalls der Förderverein übernommen.
So kommt man ganz langsam zu der Frage, wo das ganze Geld herkommt. Richtig: von unseren Mitgliedern und vom Erlös des Feuerwehrfestes. Das richtet nämlich auch der Förderverein aus. Unsere Mitglieder bezahlen übrigens einen Betrag von nur 10€  im Jahr! Wir würden uns sehr freuen, wenn wir auch dich bald zu unseren Mitgliedern zählen könnten. Antragsformulare gibt’s hier auf der Hompage. Achso, die Homepage bezahlt auch der Förderverein. Toller Laden, oder?

Text: Philipp Link

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Adventskalender Türchen 23 – TLF 20/40

Die Feuerwehr liebt nur die Ausbildung mehr als ihre Abkürzungen. Was heißt TLF 20/40 überhaupt?  Es ist ein Tanklöschfahrzeug mit einer fest verbauten Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Mindestnennförderleistung von 2000 Litern Wasser pro Minute bei einem Nennförderdruck von 10 bar, sowie einem Löschwassertank von mindestens 4000 Litern Fassungsvermögen. Deshalb schlage ich vor, bleiben wir bei der Abkürzung  TLF 20/40.
Das TLF,  umgangssprachlich auch Tankwagen genannt, gehört zu den Sonderfahrzeugen. In Kirchen gehört es häufig zum zweiten Abmarsch, da es zwar unheimlich viel Wasser, in unserem Fall 4500 Liter, und Schaummittel (200 Liter) mit sich führt, einsatztaktisch aber nicht mit z.B. dem HLF 20 mithalten kann. Alleine die Besatzung von 1/2 (also drei Personen) reicht für einen autarken Löschangriff nicht aus. Dafür ist es aber deutlich wendiger und in Verbindung mit einem weiteren Löschfahrzeug oder der Drehleiter bildet es eine absolut schlagkräftige Einheit. Somit rückt es häufig zur Unterstützung anderer Feuerwehren, wenn irgendwo viel Wasser gebraucht wird oder immer zusammen mit der Drehleiter aus. Mit ihr zusammen kann es z.B. bei einem Wohnhausbrand eine eigenständige Einheit zur Brandbekämpfung oder dank Atemschutzgeräten auch zur Menschenrettung bilden. Beim Waldbrand fährt es mit anderen TLFen häufig Pendelverkehr, um die Löschwasserversorgung auch abseits von offenen Gewässern oder des öffenlichen Netzes sicherzustellen. Hierzu hat es einen Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 5000 Litern an Bord, welcher auf der einen Seite von den TLFen gefüllt wird, während an der anderen Seite ein weiteres Löschfahrzeug oder eine Tragkraftspritze als Einsatzstellenpumpe es unterbrechungsfrei entnimmt.
Das TLF ist mit vier Pressluftatmern (Atemschutzgeräten) ausgerüstet, sowie einem Wasserwerfer, dem sogenannten Monitor. Hiermit können große Wurfweiten (bis zu 80 Metern) erreicht und enorme Mengen Wasser (1600 Liter/Minute) abgegeben werden. Zum Einen ist sowas natürlich nur bei wirklich großen Ereignissen sinnvoll, zum anderen kann man sowas auch nur bei stehender Wasserversorgung machen. Der Tank unseres TLF wäre ja sonst in weniger als 3 Minuten leer. Im „normalen“ Löscheinsatz sind die 4500 Liter aber eine beruhigende Reserve die den Kameraden genügend Zeit einräumt um eine Wasserversorung aufzubauen, während problemlos schon ein Lösch- oder Innenangriff eingeleitet werden kann. Dem Löschwasser kann auch unter Volllast ausreichend Schaummittel zugemischt werden, um ebenfalls mit dem Monitor einen großen Schaumteppich zu erzeugen. Auch größere Flüssigkeitsbrände können damit zuverlässig gelöscht werden.
Kurzum: das TLF ist ein Spezialist in Sachen Wasser und Schaum und bei größeren Lagen sowie in Verbindung mit anderen Fahrzeugen ein wertvolles Einsatzmittel.

Text: Philipp Link

Adventskalender Türchen 22 – Gruppenführer

Den Gruppenführer findet man vorne rechts im Fahrzeug. Er sitzt auf dem Beifahrersitz, meistens mit dem Funkgerät am Ohr. Für ihn ist es nämlich besonders wichtig, mitzubekommen, was an der Einsatzstelle passiert und was alles gemeldet wird. Er ist im Verlauf den Einsatzes verantwortlich für sich selbst und 8 weitere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, eine taktische Einheit, die sich Gruppe nennt. Je nach Einsatz handelt er vor Ort eigenständig als Einsatzleiter,  ist die Einsatzstelle oder das Szenario zu groß und es kommen mehrere Gruppen hinzu, wird ihm z.B. ein Zugführer übergeordnet.
Die erste Aufgabe des Gruppenführers ist es, die Lage zu erkunden. Die Arbeit beginnt eigentlich schon auf der Anfahrt. Er muss die allgemeine Lage wie Ort, Zeit und Wetter genauso wie die eigene Lage, wie Einsatzwert von Mannschaft und Gerät, beurteilen und sich überlegen, was er mit all diesen Faktoren erreichen kann und wo vielleicht die Grenzen seiner Gruppe bei diesen Gegebenheiten sind. Vor Ort setzt er die Erkundung fort. Er beginnt mit einer Frontalansicht der Einsatzstelle und meldet die erste „Lage auf Sicht“ an die Feuerwehreinsatzzentrale. Anschließend befragt er anwesende Personen. Ob sie wissen, was passiert ist, ob noch Personen im Gebäude sind, weiß man, wo die Personen sich befinden und wie man hier am besten hin kommt, gibt es irgendwelche Gefahren, die nicht direkt erkennbar sind….all das sind wichtige Fragen im ersten Moment des Einsatzes. Im Anschluss erkundet der Gruppenführer die Zugangsmöglichkeiten. Sind Türen und Fenster irgendwo offen, kann man die Rettungs- und Angriffswege nutzen und hat eventuell jemand im näheren Umfeld einen Schlüssel, sodass man nichts aufbrechen muss. Zum Schluss schaut er sich dann das Objekt noch mal im gesamten, also auch von der Rückseite und den Seiten an, um einen kompletten Eindruck der Einsatzstelle zu gewinnen und möglichst viele Gefahren und Möglichkeiten aufzudecken.
Anschließend geht der Gruppenführer in die Planungsphase über. Er muss sich Gedanken über alle möglichen Gefahren machen und die Hauptgefahr beurteilen, um zu entscheiden, welche Gefahr zuerst abgewendet werden muss und wie man dazu am besten vorgeht. Oft gibt es hier sogar mehrere Möglichkeiten, sodass er sich im weiteren Verlauf auch noch überlegen muss, welche die beste und effektivste Lösung ist.
Ist er mit der Erkundung und der Planung fertig, geht er zur Befehlsgebung über. Er gibt seiner Gruppe Befehle zu dem Vorgehen, das er sich überlegt hat und geht dann unmittelbar danach wieder in die Phase der Lagefeststellung über. Er kontrolliert, ob seine Leute die Aufgaben korrekt ausführen, ob sie zum Einsatzerfolg führen, ob noch weiteres Personal gebraucht wird und ob zum Beispiel Dienstvorschriften eingehalten werden. Diese ganze Kette wiederholt sich so lange, bis alle Gefahren beseitigt sind. Dann hat der Gruppenführer seine Aufgabe gemeistert.
Ein sehr anspruchsvoller und vor allem auch verantwortungsvoller Posten, den man auch erst einnehmen darf, wenn man den entsprechenden Lehrgang hierzu an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule besucht hat. Hier bekommt man innerhalb von zwei Wochen vermittelt, was die Aufgaben eines Gruppenführers sind und wie man hier vorgeht.

Text: Jana Baldus

Adventskalender Türchen 21 – mobiler Rauchverschluss

Als wirksame Unterstützung für die Feuerwehr bei der Menschenrettung entwickelt hat der mobile Rauchverschluss, der eingesetzt wird, um eine Rauchfreihaltung des Treppenraumes zu gewährleisten. Dadurch soll der erste Rettungsweg vor allem im mehrgeschossigen Wohnungsbau gesichert werden.
Ein flexibel in fast jeden Türrahmen oder Mauerdurchbruch einbaubarer mobiler Rauchverschluss soll die Feuerwehren in die Lage versetzen, nicht direkt vom Feuer betroffene Gebäudeteile rauchfrei zu halten. Er ermöglicht der Feuerwehr ein gezieltes Rauchmanagement. Rauch- und Wärmeausbreitung durch geöffnete Türen lassen sich verhindern und die Fluchtwege bleiben rauchfrei.

Der Rauchverschluss befindet sich bei uns auf dem HLF20, unserem erstausrückenden Löschfahrzeug. Er gehört zur Standardausrüstung des Angrifftrupps und ist damit bei Brandeinsätzen immer vorne mit dabei.

Text: Christian Böllstorff

Adventskalender Türchen 20 – Maschinist

Den Maschinisten findet man im Fahrzeug vorne links. Seine erste Aufgabe ist es nämlich, das Fahrzeug zu fahren. Hier ist es bei den meisten Fahrzeugen in unserem Löschzug mittlerweile erforderlich, einen LKW-Führerschein zu haben. Für Wehren, die Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen haben, hat sich mittlerweile der sogenannte Feuerwehr-Führerschein durchgesetzt. Hier dürfen dann kleine LKW bis 7,5 Tonnen nach einer gesonderten Ausbildung, jedoch ausschließlich im Feuerwehrdienst, gefahren werden. Bei uns kommt dieser aktuell nicht in Frage.
Am Einsatzort angekommen ist die erste Aufgabe des Maschinisten, die Einsatzstelle abzusichern. Das tut er, indem er das Fahrzeug mit Fahrlicht, blauem Blinklicht und Warnblinkanlage abstellt. Nun ist es für alle sichtbar.
Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Er unterstützt die Mannschaft bei der Entnahme der Geräte und bedient anschließend die Feuerlöschkreiselpumpe, Aggregate oder am Fahrzeug eingebaute Geräte, wie die Seilwinde.
Bei Bedarf, und wenn er keiner dieser Aufgaben nachkommen muss, kann er von seinem Einheitsführer natürlich auch anderweitig eingesetzt werden. Oft bekommt er die Aufgabe der Atemschutzüberwachung. Hier notiert er regelmäßig die Drücke und Aufenthaltsorte der Atemschutzgeräteträger, um zu überwachen, wer noch wie lang eingesetzt bleiben kann.
Ist der Einsatz beendet, ist er dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug wieder ordnungsgemäß beladen wird. Etwaige Mängel meldet er im Anschluss dem Einheitsführer.
Wenn der Maschinist die Mannschaft wieder heil ans Gerätehaus gebracht und das Fahrzeug wieder voll bestückt hat, hat er all seine Aufgaben erledigt.
Zur Bedienung der Feuerlöschkreiselpumpe gibt es auf Kreisebene einen gesonderten Maschinisten-Lehrgang. Hier lernen die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden den Umgang mit der Pumpe, das Vorgehen bei der Wasserentnahme und die Fehlerbehebung.

Text: Marcus Feist und Jana Baldus

Adventskalender Türchen 19 – Ausbildung in der Feuerwehr

Die Ausbildung der Feuerwehren in Rheinland-Pfalz ist in der Feuerwehrdienstvorschrift 2 – Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren geregelt. Die Ausbildung, die jede(r) Feuerwehrmann/-frau durchlaufen kann, beginnt mit Lehrgängen auf Kreisebene. Hier unterrichten die sogenannten Kreisausbilder, freiwillige Ausbilder, die das auch wie das restliche Ehrenamt unentgeltlich in ihrer Freizeit machen. Die „Karriere“ eines Jeden beginnt mit dem Truppmannlehrgang und einem Sprechfunker-Lehrgang. Der Atemschutzgeräteträgerlehrgang im Anschluss ist jedem freigestellt, man muss sich hierfür schließlich auch geeignet fühlen. Nach zwei Jahren Dienst nach dem Grundausbildungslehrgang kann man den Truppführer-Lehrgang besuchen. Nach diesem Lehrgang ist man dann fähig, die kleinste Einheit in der Feuerwehr, einen Trupp, zu führen. Zusätzlich mögliche Lehrgänge auf Kreisebene sind dann noch Chemikalienschutzanzugträger und Maschinisten-Lehrgang.

Alle weiteren Lehrgänge absolviert man dann an der LFKS (Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule). Ja, auch wir müssen zur Schule gehen. Die LFKS ist eine Schule nur für uns Feuerwehrler, das THW, das DRK oder andere Hilfsorganisationen. Dort werden wir von Lehrkräften ausgebildet, die extra hierfür angestellt sind. Die LFKS befindet sich in Koblenz und ist für ganz Rheinland-Pfalz zuständig. So hat man bei diesen Lehrgängen auf Landesebene die Möglichkeit, sich beispielsweise mit Kameraden aus Trier oder Kaiserslautern auszutauschen. Zulassungsvoraussetzung zur LFKS ist in der Regel der Truppführerlehrgang. Je nach Lehrgang gibt es noch weitere Voraussetzungen, die ein Feuerwehrmann / eine Feuerwehrfrau zu erfüllen hat.

Beispiele für Lehrgänge auf Landesebene sind:

  • Atemschutzgerätewart – befähigt zum Prüfen, Instandhalten und Warten von Atemschutzgeräten
  • Gruppenführer – befähigt zum Führen einer Gruppe (8 Personen)
  • Zugführer – befähigt zum Führen eines Zuges (21 Personen)
  • Verbandsführer – befähigt zum Führen eines Verbandes (mind. 31 Personen)
  • Leiter einer Feuerwehr – Interessant für Posten ab Wehrleiter
  • Einsatzleitung der Gemeinde – Lehrgang für Führungsassistenten der Führungsstaffel
  • Alarm- und Einsatzplaner – lehrt das Erstellen von Alarm- und Einsatzplänen
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – hier lernt man alles zur Öffentlichkeitsarbeit und dem Umgang mit der Presse
  • ABC Einsatz – Befähigt zur Handhabung von Spezialausrüstung im Gefahrstoffeinsatz
  • FEZ Personal – lehrt alles, was man in einer Funkeinsatzzentrale wissen muss
  • Jugendfeuerwehrwart – in einem spielerischen Lehrgang wird einem der Umgang mit Jugendlichen vermittelt
  • Brandschutzerziehung – hier lernt man alles zur Brandschutzerziehung verschiedener Zielgruppen
  • Gerätewarte – Prüfungen, Fristen, Aufbau von Gerätschaften und vieles mehr wird den angehenden Gerätewarten hier vermitttelt
  • ….

Text: Lars Rassel und Jana Baldus

Adventskalender Türchen 17 – Brandsicherheitswachdienst

Der Brandsicherheitswachdienst ist nicht nur ein schrecklich langes Wort, sondern auch eine wichtige Aufgabe Ihrer örtlichen Feuerwehr.

Aber was verbirgt sich dahinter?

Sicherlich haben Sie bei einem Martinszug oder Karnevalsumzug schon mal die Feuerwehr gesehen. Oder vielleicht bei der letzteren größeren Veranstaltung in einer Halle.
Dann haben Sie Ihre Feuerwehr bei dem Brandsicherheitswachdienst beobachten können. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr sichern dann Veranstaltungen.

Gibt es den Brandsicherheitswachdienst bei jeder Veranstaltung?

Nicht wirklich. Ein solcher Dienst ist auch nicht immer notwendig. Das hängt sehr vom Veranstaltungsort und von der erwarteten Anzahl an Veranstaltungsteilnehmern ab. Und selbstverständlich davon, wie die Veranstaltung ablaufen soll. Wenn Sie beispielsweise bei Ihrem nächsten Geburtstag planen, die Jahnhalle in Kirchen anzumieten, 300 Gäste erwarten und zudem Pyrotechnik einplanen, sollten Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass zwei oder drei Gäste der Feuerwehr mit dabei sind.

Die haben aber ja keine Uniform an und tragen Schlips. Wie kann man dann ein Feuer löschen?

Darum geht es eigentlich auch gar nicht direkt. Zunächst einmal sollen mögliche Gefahren früh erkannt werden. Gefahren können während der Veranstaltung bereits  abgestellt werden. Sollte es dann doch mal zu einem Entstehungsbrand kommen, kann dieser  noch mit einem Kleinlöschgeräten gelöscht werden. Feuerwehrleute können auch bei der Evakuierung helfen oder schon eine erste Meldung über die Lage machen.

Ist das nicht teuer, wenn die Feuerwehr einen solchen Dienst übernimmt?

Nein. In der Regel kostet der Brandsicherheitswachdienst auch nichts. Die Feuerwehrmitglieder machen das unentgeltlich – wie auch den Rest des Feuerwehrdienstes.
Und auch hier gilt: den Brandsicherheitswachdienst machen die Kameradinnen und Kameraden in ihrer Freizeit, unentgeltlich und mit viel Enthusiasmus. Aber sie machen es gerne – für Sie und die Allgemeinheit.

Text: Andreas Hundhausen

Adventskalender Türchen 16 – Hydraulischer Rettungssatz

Schere/Spreizer/Aggregat alles aus dem Hause Weber-Rescue.

Technische Daten Schere:

  • Typ RSX200-107 Plus
  • Öffnungsweite 200 mm
  • Maximale Schneidkraft 107 t = 1050 kN
  • Gewicht 19,9 kg

Technische Daten Spreizer:

  • Typ SP53 BS
  • Spreizkraft 53-421 kN
  • Spreizweg 800 mm
  • Schließkraft 100 kN
  • Gewicht 20,2 kg

Technische Daten Aggregat:

  • Typ E70W-SAH20
  • Nenndruck 630/700 bar
  • Ölvolumen 6,5 l
  • Gewicht 74,0 kg
  • Schlauch 2 x 20 m

Die hier aufgezählten Geräte dienen der Technischen Unfallhilfe z.B. bei Verkehrsunfällen zum Befreien der eingeklemmten Person. Mit der Schere können aber auch andere Metalle durchtrennt werden. Mit dem Spreizer können Gegenstände angehoben oder auseinander gedrückt werden, mit speziellen Aufsätzen können auch Ketten eingehängt werden, mit denen dann Gegenstände auch gezogen werden können.

Das Aggregat gibt den beiden die benötigte Leistung. Dafür ist es mit zwei Funktionen ausgestattet:

  1. Betrieb Schere/Spreizer gleichzeitig; dadurch aber langsame Bewegungen oder
  2. Betrieb von Schere oder Spreizer, dadurch schnellere Bewegungen

Text: Thomas Pfeifer